Preisträger Architektur

Architecten de Vylder Vinck Taillieu

© Filip Dujardin

Preisträger

Inge Vinck, Jan De Vylder und Jo Taillieu stellen in wenigen Jahren mit einem umfangreichen Werk vermeintliche Gewissheiten über Architektur infrage. Ihre Architektur spielt mit den Erwartungen der Betrachter, ihren Sehgewohnheiten und der Uminterpretation von Materialien. Das Unfertige ihrer Bauten ist Ergebnis eines Prozesses, der so lange wie möglich offen sein soll für Veränderung, für Improvisation.

Atelier Kempe Thill

© Atelier Kempe Thill

Nominiert

André Kempe und Oliver Thill realisieren in Zeiten starken Stadtumbaus und der Suche nach wirtschaftlichen Wohnungsbaukonzepten konsequent, zielstrebig und innovativ poetische, funktionale und schöne Bauten. Sie schaffen mit zurückhaltendem architektonischem Ausdruck ein Gegenmodell zu stark individualisierter Architektur und beweisen mit jedem Projekt ihr Interesse an gesellschaftlichen Fragen.

Rozana Montiel | Estudio de Arquitectura

© Nin Solis

Nominiert

Die mexikanische Architektin Rozana Montiel verfolgt mit ihrem interdisziplinären Team die künstlerische Umdeutung von öffentlichem Raum. Es werden Gestaltungsmöglichkeiten für städtische Problemzonen erforscht, mit denen sich Politik und Berufsstand kaum befassen. Im Dialog mit Nutzern werden analytische Beobachtung und direkte, konkrete Gestaltung kombiniert.

Diébédo Francis Kéré

© Andreas Gehrke

Preisträger

Diébédo Francis Kéré setzt sich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse seiner Mitmenschen in Gando, Burkina Faso, ein. Ihm gelingt es, die Chancen der Globalisierung mit lokalen Mitteln und mit zahlreichen Teilhabern in die Wirklichkeit umzusetzen. Seine grundsätzlichen Gestaltungsprinzipien finden mittlerweile auch in anderen Teilen der Welt ihre Anwendung.

Kérés Arbeiten sind direkte bottom-up-Hilfen zur Weiterentwicklung einer lebendigen Gesellschaft. Aus dieser Initiative und in dieser angemessenen Architektur entwickelt sich allmählich eine eigenständige, unabhängige Generation von Menschen. Kéré beweist damit, dass Architektur eine unmittelbare Daseinsberechtigung sowie eine profunde wie alltägliche Bedeutung für Menschen haben kann.

Anna Heringer

© W. Dechau, Stuttgart

Nominiert

Anna Heringer engagierte sich schon im Studium für Entwicklungshilfeprojekte und realisierte mit der Meti-Schule in Bangladesh ein weltweit anerkanntes Selbsthilfeprojekt. Sie befasst sich mit einer Weltwirtschaft, die lokale Initiativen gegenüber globalisierter Ausbeutung stärkt. Dank ihrer Initiative entstand das «Laufen-Manifesto», das «bottom-up» neu fundiert.

Frühere Preisträger*innen